Bezirksregierung Münster stärkt innovative Projekte der FH Münster

„Diese Projekte zeigen eindrucksvoll, wie wissenschaftlicher Fortschritt, regionale Kooperation und ein klarer Fokus auf Klimaschutz zusammenwirken können. Ich freue mich sehr, dass wir diesen wichtigen Transformationsprozess mit zwei Förderbescheiden unterstützen können“, betonte Regierungspräsident Andreas Bothe heute (28. November) bei der Übergabe der Zuwendungsbescheide in den Räumen der Bezirksregierung in Münster.
Digitale Wärmewende
Mit einer Fördersumme von rund 1,1 Millionen Euro bei einer Förderquote in Höhe von 90 Prozent wird das Projekt „F|Heat.connect“ gefördert, das ein frei zugängliches, digitales Planungswerkzeug für Wärmenetze entwickelt. Das Tool soll speziell auf die Bedingungen im Münsterland zugeschnitten sein und Kommunen sowie regionale Akteur:innen dabei unterstützen, kommunale Wärmepläne schneller und präziser umzusetzen.
Das Projekt schließt eine entscheidende Lücke zwischen der frühen Konzeptphase und der technischen Fachplanung: Durch die Kombination aus wissenschaftlicher Analyse, offenen Datenquellen und praktischer Expertise erleichtert „F|Heat.connect“ die Entwicklung neuer Wärmenetze. Damit stärkt es nicht nur Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit für Bürger:innen, sondern beschleunigt auch die Umsetzung der kommunalen Energiewende.
Kläranlagen als Energiezentren der Zukunft
Das Projekt „KlärKraftWende (K²W)“, das mit rund 647.000 Euro bei einer Förderquote in Höhe von 90 Prozent gefördert wird, schafft Grundlagen dafür, kommunale Kläranlagen im Münsterland zu aktiven Akteuren der regionalen Energiewende weiterzuentwickeln. Auf zunächst vier Beispielanlagen untersucht das Forschungsteam der FH Münster, wie erneuerbare Energien, Abwärmenutzung, Speichertechnologien und perspektivisch auch grüner Wasserstoff wirtschaftlich und technisch sinnvoll kombiniert werden können.
Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern, Betriebskosten zu senken und Treibhausgasemissionen zu reduzieren – mit positivem Effekt auch auf langfristige Abwassergebühren. Eine neu gegründete „Task Force KlärEnergie Münsterland“ vernetzt zudem Kommunen, Versorger, Wirtschaft und Wissenschaft und gewährleistet so den breiten Wissenstransfer in die Region.
Beide Projekte starten offiziell am 01.12.2025.
Hintergrund: Regio.NRW – Transformation
Der Aufruf Regio.NRW – Transformation fördert Projekte, die regionale Kooperationen stärken, Innovationen vorantreiben und nachhaltige Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln. Die Bandbreite reicht von Wissenstransfer und Technologietransfer aus Hochschulen über klimafreundliche Energiesysteme bis hin zur regionalen Klimaanpassung.
Umgesetzt wird der Aufruf gemeinsam durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) sowie das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV).




