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Live! St.-Pauli-Trainer Blessin überrascht mit Ritzka – Bayern bringt Kane

Verhext von einem Weltmeister? Verflucht von Christoph Kramer? „Tut mir leid, St. Pauli, wenn ich es war“, sagte der Ex-Nationalspieler über die historische Pleitenserie der Kiezkicker im Podcast Copa TS und bat vor dem Auswärtsspiel beim FC Bayern München um Entschuldigung. Schließlich geht auf St. Pauli seit Kramers Europapokal-Ansage aus dem Spätsommer gar nichts mehr: „Ich verstehe nicht, wieso.“

Der FC St. Pauli werde „ganz lange“ um „Europa“ mitspielen, hatte Kramer nach dem dritten Spieltag gesagt. Da lag die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin auf Platz vier der Tabelle, punktgleich mit Borussia Dortmund. Es folgten acht Pleiten in Serie, Tristesse statt Euphorie. Und jetzt? Geht es ausgerechnet auch noch zu den übermächtigen Bayern.

FC Bayern – FC St. Pauli: Die Partie im kostenlosen Liveticker

Freche Kampfansagen kommen von den ehemaligen „Weltpokalsiegerbesiegern“ jedenfalls nicht. Man werde „alles“ geben, dass „wir nicht unter die Räder kommen“, sagte Präsident Oke Göttlich: „Es wird keine Mannschaft – auch wir nicht – in München hoch gewinnen.“ Und Blessin meinte, sein Team werde sicher „leiden müssen“, aber es wäre auch „falsch, von Angst zu reden“.

Weltpokalsiegerbesieger? Nein, davon hatte Vincent Kompany noch nie etwas gehört. Aber er gehe davon aus, sagte der Münchner Trainer, „dass jeder Sieg gegen Bayern auf jeden Fall ein Pokal ist“. Aber, fügte er mit einem Schmunzeln an: „Wir verschenken keine Pokale.“ Gerade jetzt nach der ersten Saisonniederlage nicht. 

München verlor beim FC Arsenal das erste Pflichtspiel der Saison

Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen Niederlagen den Rekordmeister oft genug in seinen Grundfesten erschüttert hatten, blieb es nach dem verdienten 1:3 in der Champions League beim FC Arsenal im aufgeregten München ruhig. Auch die Verantwortlichen zeigten sich vor der Partie gegen Kiezkicker entspannt.

„Die Mannschaft ist sehr, sehr fokussiert über die ganzen letzten Monate. Da ändert diese Niederlage jetzt nichts. Wichtig ist, dass wir jetzt so weitermachen wie immer und die Energie so hoch halten“, sagte Sportdirektor Christoph Freund. Er sehe ohnehin jeden Tag, „dass die Mannschaft großen Hunger hat“. Für St. Pauli war das vor dem Anpfiff nicht unbedingt eine gute Nachricht.

Bayern bringt Kane, St. Pauli setzt auf Ritzka

Personell war vor der Partie spekuliert worden, ob der FC Bayern angesichts des zurückliegenden Königsklassenspiels und der anstehenden DFB-Pokalwoche rotieren würde. Dies geschah allerdings nur in Maßen, Kompany brachten vier frische Kräfte. Min-Jae Kim, Tom Bischof, Raphael Guerreiro und Luis Díaz rückten in die Startelf.

Dagegen bekamenn Josip Stanisic, Michael Olise und Serge Gnabry eine Pause. Abwehrchef Dayot Upamecano steht „aufgrund der Belastungssteuerung“ nicht einmal im Kader, wie der deutsche Fußball-Rekordmeister mitteilte.

Oladapo Afolayan fehlt erneut im Kader des FC St. Pauli

Bei St. Pauli überraschte Trainer Blessin nur auf einer Position. Für den bisher gesetzten Louis Oppie erhielt auf der linken Schiene erstmals in dieser Saison Lars Ritzka den Vorzug. Dieser hatte in der vergangenen Saison in München getroffen, wenngleich sein Anschlusstreffer zum 2:3 zu spät kam. Erneut nicht im Kader steht derweil Oladapo Afolayan.

  • FC Bayern: Neuer – Laimer, Tah, Kim, Bischof – Kimmich, Pavlovic – Karl, Guerreiro, Luis Díaz – Kane.
  • FC St. Pauli: Vasilj – Wahl, Smith, Mets – Pyrka, Sands, Ritzka – Fujita, Irvine – Hountondji, Pereira Lage.
  • Schiedsrichter: Zwayer (Berlin).

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