„Wir müssen einen guten Tag erwischen und brauchen Matchglück“

…die hohe Qualität der Bayern: „Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, sie sind mit die beste Mannschaft in Europa. Es wird eine Herausforderung für uns. Wo wollte man als Kind gerne mal spielen? Da war bei vielen sicherlich der Gedanke, bei den Bayern zu spielen. Letzte Saison war es ein tolles Gefühl und ein tolles Spiel. Es ist klar, dass wir auch leiden müssen. Wir müssen an unser Limit gehen. Wir müssen einen guten Tag erwischen und brauchen wir Matchglück. Zudem müssen die Bayern einen schlechten Tag erwischen. Es muss vieles zusammenkommen. Es ist ein absolutes Highlight-Spiel, auf das wir uns freuen. Man hat nicht jedes Wochenende die Möglichkeit, sich mit einer der besten Mannschaft Europas zu messen.“
…die Niederlage der Bayern beim FC Arsenal und die Folgen: „Arsenal hatte diese Flexibilität in seinem Spiel. Sie haben nie dieselben Laufwege hintereinander gemacht. Es war brutal, welche Facetten und welche Vielfalt sie abgerufen haben. Die Bayern hatten in zurückliegenden Englischen Wochen immer ein Spiel, wo sie komplett durchgewechselt haben. Sie haben genügend Möglichkeiten, es kommt auch genügend Qualität nach. Wir werden auf einen top Gegner treffen, der gedanklich vielleicht schon beim DFB-Pokalspiel am kommenden Dienstag sein wird. Ich denke, dass der Fokus mehr auf dem Pokal liegt, weil sie nicht wieder ausscheiden wollen.“
…einen möglichen Fokus auf Standardsituationen, bei denen die Bayern zuletzt mehrere Gegentore kassiert haben: „Wenn man das Gefühl hat, dass man unsicher bei Standards ist, dann müssen wir das für uns nutzen. Es geht darum, mit welcher Intensität wir die Bälle reinbringen und mit welcher Intensität in die Bälle reingehen. Viel wichtiger als das Einlaufen ist, das habe ich in meiner Zeit in Saint-Gilloises gelernt, wie man die Bälle reinspielt. Das hat man gestern bei Arsenals Declan Rice sehr gut gesehen.“
…Ausnahmestürmer Harry Kane: „Er hat in der Box eine unglaubliche Qualität und Abschlussstärke. Er lässt sich teilweise in Bereiche fallen, wo man ihn nicht ganz im Fokus hat, und dann pirscht er sich wieder ran. Ganz ausschalten kann man ihn nicht. Letzte Saison hatte er am Millerntor nur eine Chance. Es ist also möglich, dafür brauchen wir aber einen echt guten Tag und bei ihm darf es nicht so gut laufen. Wir bekommen es nur im Verbund hin, wenn wir gemeinschaftlich gut verteidigen.“
…die eigene Herangehensweise: „Man hat jedes Wochenende die Möglichkeit, wieder Mut anzuhäufen. Viele Sachen gingen in die richtige Richtung, wir müssen aber noch klarer in den Abläufen sein. Jeder hat die Verantwortung und jeder ist gefragt. Wenn wir solche Fehler wie zuletzt machen, dann werden wir bestraft. Darum geht’s im Verteidigen, offensiv wiederum geht es darum, in bestimmten Segmenten mutig zu spielen. Letztes Jahr haben wir in München zum richtigen Zeitpunkt das 1:1 gemacht und dann brauchst du ein bisschen Matchglück. Wir müssen vom Kopf her hellwach sein. Einfache Ballverluste müssen wir vermeiden, weil sie schnell umschalten. Wir müssen im Gegenpressing sehr klar sein, auch in der Absicherung der langen Bälle. Wir müssen zudem versuchen, uns im Eins-gegen-Eins zu unterstützen.“
(hb)
Foto: Witters


