Bundesliga-Lust folgt auf Königsklassen-Frust: Adler empfangen Wölfe

Nach dem 0:3 gegen Atalanta steht für die Eintracht direkt das nächste Heimspiel an. Mit dem VfL Wolfsburg kommt eine völlig formschwache Mannschaft nach Frankfurt. In der Liga ist die SGE gut in Form, die letzte Niederlage liegt sechs Spiele zurück. Zudem steht ein guter sechster Platz und nur drei Punkte hinter Platz drei. Vergangene Woche konnten sich die Adler beim 1. FC Köln wichtige drei Punkte sichern, zerfielen nach der zwischenzeitlichen 4:1-Führung aber in Muster des Saisonbeginns.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass das Team von Dino Toppmöller enorm offensivstark sind. Nur der FC Bayern erzielte mehr Treffer als die Eintracht (Stand vor Beginn des Spieltages). Mit 27 Treffern stehen mehr als doppelt so viele auf dem Konto wie beim VfL Wolfsburg, der erst 13 Mal erfolgreich war. Gegen die SGE waren die letzten Spiele für die Wölfe aber meist erfolgreich, denn nur eines der letzten acht Duelle konnte die Eintracht für sich entscheiden.
Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 30. November um 17:30 im Deutsche Bank Park. Die Leitung der Partie übernimmt Schiedsrichter Harm Osmers. „DAZN“ und „Eintracht FM“ übertragen live.
Das sagen die Trainer
Dino Toppmöller: „Wir freuen uns auf ein Spiel, bei dem wir die Möglichkeit haben uns oben festzubeißen. Mit einem Dreier sind wir nur drei Punkte hinter dem Zweiten, dann siehts in der Bundesliga super aus und das ist unser Ziel für morgen. Wir wollen unsere Serie unbedingt ausbauen. Morgen kommt ein Gegner, gegen den wir in der Vergangenheit nicht so oft gewonnen haben, aber das war in Köln auch so.“
Daniel Bauer: „Sie verfügen über viel Qualität im vorderen Bereich. Sie haben One-Touch-Lösungen gegen hohes Pressing. Darauf sind wir vorbereitet und müssen das im Spiel gut umsetzen. Ich sehe uns mit der Leistung aus Leverkusen in der zweiten Halbzeit definitiv in der Lage in Frankfurt Punkte mitzunehmen.“
(Quelle: Bundesliga.de)
Fakten zum Spiel
Die SGE konnte nur eines der vergangenen neun Heimspiele gegen den VfL gewinnen (sechs Niederlagen, zwei Unentschieden). Von 52 Begegnungen konnte die SGE elf für sich entscheiden.
Formkurve
Eintracht Frankfurt: N S S U U
VfL Wolfsburg: N N N N S
Wer fällt aus?
Eintracht Frankfurt: Jonathan Burkardt (Muskelverletzung), Hugo Larsson (Muskelverletzung) und Can Uzun (Muskelverletzung) fehlen der SGE.
VfL Wolfsburg: Adam Daghim (Rückenprobleme), Bence Dardai (Kreuzbandriss), Kilian Fischer (Aufbautraining nach Sprunggelenkverletzung), Moritz Jenz (Muskelbündelriss), Jesper Lindström (Aufbautraining), Joakim Maehle (Schulterverletzung), Kevin Paredes (Aufbautraining nach Fuß-OP), Rogerio (Knie-OP) und Jonas Wind (Oberschenkel-OP) fehlen dem VfL.
Player to watch
Mohamed Amoura besticht beim VfL Wolfsburg vor allem durch seine extreme Schnelligkeit, mit der er Konter und Tiefenläufe brandgefährlich macht. Er ist zudem abschlussstark und hat in dieser Saison bereits vier Tore erzielt. Dank seiner Agilität und starken Dribblingfähigkeiten ist er für Verteidiger schwer zu greifen und kann auch auf engem Raum Tempo aufnehmen. Seine hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft zeigt sich in vielen Sprints und konstanten Bewegungen zwischen den Linien.
Aussicht: Wer ersetzt Burkardt und wer sorgt für defensive Stabilität?
Der Ausfall von Jonathan Burkardt wiegt der SGE schwer. Der Stürmer strahlte stets Torgefahr aus. Für Toppmöller stellt sich nun die schwere Aufgabe nach dem Ersatz. Elye Wahi und Mishy Batshuayi scheinen derzeit keine Option für die Startelf zu sein und Jessic Ngankam, der in Köln im Kader stand, kommt aus einer langen Verletzungspause zurück. Möglich, dass die Eintracht mit Ansgar Knauff als Stürmer ins Spiel gehen wird. Der eigentliche Außenspieler agierte bereits gegen Liverpool in der Spitze und wurde auch gegen Bergamo ganz nach vorne beordert. Jean-Matteo Bahoya dürfte in diesem Fall in die Startelf rücken. Toppmöller lässt sich die Entscheidung noch offen: „Es gibt genug Optionen. Ob wir sagen, dass wir auf eine Doppelspitze gehen oder einen Wandspieler als Profil einsetzen. Da will ich dem Gegner aber keinen Vorteil geben.“
Wichtig wäre für die Eintracht auch die Rückkehr von Rasmus Kristensen. Der Defensivspieler war für am Mittwoch für die Startelf geplant, musste aus persönlichen Gründen aber aussetzen. Nnamdi Collins konnte nicht unbedingt überzeugen. Das Zentrum aus Farés Chaibi und Mo Dahoud bewies sich gegen Köln und auch gegen Atalanta als stark. Ellyes Skhiri konnte zuletzt keine Werbung für sich machen, wodurch es wohl erneut zum offensiv ausgelegten Zentrum kommen wird. Can Uzun ist noch keine Option. Umso wichtiger ist ein fitter Mario Götze, der allerdings gegen Köln und Bergamo viele Minuten sammelte.
Mögliche Aufstellungen
Eintracht Frankfurt: Zetterer – Kristensen, Koch, Theate, Brown – Dahoud, Chaibi – Doan, Götze, Bahoya – Knauff
VfL Wolfsburg: Grabara – Kumbedi, Vavro, Koulierakis, Zehnter – Gerhardt, Arnold – Wimmer, Majer, Amoura – Pejcinovic




