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Hessen: Das Wichtigste zum Eintracht-Spiel gegen Wolfsburg: Frankfurt braucht Helden des Alltags

Stand: 30.11.2025 09:46 Uhr

Nach dem Champions-League-Kater ist Frankfurt wieder in der Liga gegen Wolfsburg gefordert. Es wird auf die Routiniers ankommen. Die Statistik allerdings spricht gegen die Eintracht.

Nach der Champions League wartet wieder das “täglich Brot”, manchmal auch Graubrot: Eintracht Frankfurt spielt daheim am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg (17.30 Uhr). Die Rollen sind klar verteilt: Frankfurt muss gewinnen, um oben dranzubleiben.

Die Ausgangslage

Eintracht Frankfurt muss nicht nur die Niederlage gegen Atalanta in der Champions League verkraften, sondern auch den Ausfall von Topstürmer Jonathan Burkardt. Im “Alltagsgeschäft” Bundesliga konnte sich die Mannschaft zuletzt in Köln mit 4:3 durchsetzen. “Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Bundesliga, dort sind wir auf einem guten Weg”, sagte Trainer Dino Toppmöller. “Wir haben eine große Möglichkeit, uns oben in der Tabelle festzubeißen, drei Punkte sind unser Ziel.”

Gegner Wolfsburg blickt bislang auf eine schwache Saison und stellte bereits den erst im Sommer verpflichteten Trainer Paul Simonis frei. Übernommen hat nun Daniel Bauer interimistisch. Die Wölfe rangierten vor dem Spieltag knapp vor den Abstiegsrängen, die Eintracht dicht hinter den Champions-League-Plätzen.

Das Personal

Während Burkardt wohl bis Jahresende ausfallen dürfte, kehrt Vorkämpfer Rasmus Kristensen wieder in die Mannschaft zurück. Der Däne hatte die Partie gegen Bergamo aus privaten Gründen verpasst. Weiterhin nicht dabei sind Hugo Larsson und Can Uzun. Toppmöller ließ sich vorab nicht in die Karten schauen, wie sich der Sturm aufstellen wird. Denkbar ist eine Variante mit den Tempospielern Jean-Matteo Bahoya und Ansgar Knauff, aber auch ein Einsatz von Elye Wahi von Beginn an.

So könnte die Eintracht spielen

So könnte die Eintracht gegen Wolfsburg spielen.

Beim VfL Wolfsburg fehlen unter anderem Bence Dardai (Kreuzbandriss), Moritz Jenz (Muskelbündelriss), Jonas Wind (Oberschenkel-OP), Kevin Paredes (Fuß-OP) und Rogerio (Knie-OP). Ex-Eintrachtler Jesper Lindström könnte dagegen sein Comeback nach Verletzungspause feiern.

So könnte Wolfsburg spielen: Grabara – Kumbedi, Vavro, Koulierakis, Zehnter – Gerhardt, Arnold, Wimmer, Majer, Amoura – Pejcinovic

Das sagen die Trainer

Dino Toppmöller: “Wir wussten, dass wir uns in der Champions League auch mal eine blutige Nase holen können. Weiter geht’s – aufstehen, schütteln und nach vorne blicken. Seit fünf Spielen sind wir in der Liga ungeschlagen, diese Serie wollen wir unbedingt ausbauen.”

Daniel Bauer: “Wir sind definitiv in der Lage, in Frankfurt Punkte mitzunehmen beziehungsweise das Spiel auch zu gewinnen. Es ist eine weitere große Herausforderung, aber die Jungs vermitteln einen sehr positiven Eindruck. Deshalb sind wir auch positiv gestimmt.”

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Rückkehrer Kristensen dürfte der Mannschaft nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich weiterhelfen. Die Eintracht braucht gerade bei Rückschlägen jeden Anker, den Mentalitätsspieler wie der Däne liefern. Allerdings hatte Kristensen jüngst eine Gelb-Rote Karte im entscheidenden Länderspiel der Dänen in Schottland gesehen und sich danach tief geknickt gezeigt. Im Boulevard war zudem von einer Magen-Darm-Erkrankung des Außenspielers zu lesen, weswegen Toppmöller in Köln auf Kristensen verzichtet hatte. Ansonsten wird es auf die Arrivierten ankommen wie Mario Götze, Robin Koch oder Ansgar Knauff, dass die Mannschaft die richtige Antwort auf die Pleite vom Mittwoch gibt.

Ein Wiedersehen mit dem Europa-League-Sieger? Lindström, der über Neapel und Everton nun in Wolfsburg gelandet ist, könnte nach Verletzungspause zumindest wieder im Kader stehen. Pikant ist außerdem das Zusammentreffen mit Konstantinos Koulierakis, den die Eintracht Medienberichten zufolge vor einiger Zeit gerne an den Main gelotst hätte. Bei 22 Gegentoren hätte der Grieche den Frankfurtern auf dem Papier her sehr gut zu Gesicht gestanden – auf der anderen Seite hat auch der VfL schon 21 Treffer des Gegners schlucken müssen.

Die Statistik des Spiels

In der Gesamtstatistik sieht es nicht gut aus für die Hessen: Bei 52 Begegnungen der beiden Teams behielten die Niedersachsen 23 Mal die Oberhand. Immerhin wird wieder für Spektakel gesorgt sein: Nur ein einziges Mal, im August 2006, endete ein Spiel Frankfurt gegen Wolfsburg ohne Tore. Die Eintracht hat in dieser Saison auch die zweitmeisten Treffer erzielt nach den Bayern. Wolfsburg war seinerseits etwas vom Pech verfolgt mit fünf Pfosten- oder Lattentreffern. Nur Mainz traf häufiger ans Gebälk.

So verfolgen Sie die Partie

Auf sportschau.de können Sie die Partie von Eintracht Frankfurt gegen Wolfsburg live im Ticker und im Audiostream verfolgen. Im Bewegtbild überträgt der Bezahlsender DAZN.

Sendung: hessenschau.de, “Elf Kristensen müsst ihr sein”, 29.11.25, 15:46 Uhr

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